Schleifstein Körnung

Schleifstein Körnung
Schleifstein Körnung

Viele Schleifsteine – viele Körnungen. Welche ist die richtige? Sehen Sie sich auch bei Amazon um*

Nachdem Damastmesser ohne Schneide bekanntlich nie viel taugen, sollten Sie dieses ab und zu schärfen.Doch dazu benötigen Sie aus meiner Sicht drei Dinge: Geduld, Können und sie richtige Schleifstein Körnung.

Dieser Artikel geht daher der Frage nach, was die „richtige“ Körnung überhaupt ist und welche Vorteile Sie daraus schlagen, wenn Sie eine gute Schleifstein Körnung wählen.

Welche Schleifstein Körnung ist die richtige?

Hier ist festzustellen, dass es auch darauf ankommt, wie das Damastmesser aussieht, das Sie schleifen möchten. Sowohl Die richtige Schleifstein Körnung als auch die spätere Messerschärfe ist von vielen Faktoren abhängig. In der Regel sollte man die Körnung folgendermaßen auswählen:

Gröbere Körnung (etwa 200 bis 400) für den Reparatur-Schliff

Sind Ihre Messer ausgebrochen, haben kleine Scharte, Abwetzungen oder bereits sehr stumpf, sollten Sie zuerst einen groben Schliff durchführen. Dazu benötigen Sie natürlich auch eine etwas gröbere Körnung. Im Bereich von 200 bis 400 liegen Sie meiner Auffassung nach goldrichtig. Suchen Sie so einen Schleifstein, sehen Sie sich einmal diesen Korund-Kombistein mit einer Körnung von 220/1000* an. So ein Kombi Schleifstein hat den großen Vorteil, dass Sie zwei Fliegen (also 2 verschiedene Körnungen in einem Stein) mit einer Klappe schlagen. Weitere grobe Schleifsteine finden Sie auch bei den Schleifsteinen 240 / 800.

Mittlere Körnung (etwa 800 bis 1.000) für den normalen Schliff

Diese Schleifstein Körnung benötigen Sie für einen passablen Schliff, der für die meisten Hobbyköche sicherlich ausreicht. Meistens schleifen Sie damit den groben Schliff nach. Besonders beliebt sind Schleifsteine 400/1000, wie beispielsweise der zweiseitige Schleifstein von BearMoo*. Sollten Sie mit diesen Steinen das Auslangen finden, brauchen Sie sich über noch feinere Körnungen kein Kopfzerbrechen mehr bereiten.

Feine Körnung (etwa 3.000 bis 4.000) für den feinen Schliff

Mit dem feinen Schliff können Sie quasi „noch eins drauflegen“. Hier erzielen Sie ein perfektes Ergebnis, das sich in einer längeren Schnitthaltigkeit und hoher Schärfe niederschlägt. Sie benötigen Ihre Messer nicht mehr so oft zu schärfen, da Sie mit diesem Schliff die Dichte an der Messerschneide erhöhen. Ein für mich nennenswerter Vertreter ist der Schleifstein der Körnung 1000 / 3000 von Gräwe*, den ich hier bereits einmal näher vorgestellt habe: Schleifstein 1000 / 3000.

Extrem feine Körnung (etwa 6.000 bis 10.000) für den Polierschliff

Solche Schleifsteine verwenden Sie in der Regel nur für einen Polierschliff, der die Messerschärfe noch einmal erhöht. Ich denke, für den normalen Hausgebrauch etwas übertrieben aber in Gastronomie und Hotelküchen sicherlich ein Muss. Sie benötigen hier eine Menge Erfahrung und Schleif-KnowHow und sollten die mittleren und feinen Schliffe bereits durchgeführt haben. Wollen Sie einen passablen Polierstein erwerben, sehen Sie sich einmal diesen Wasserschleifstein von BearMoo* an. Mehr über diese Schleifsteine finden Sie hier: Schleifstein 3000 / 8000

Zusammenfassung

Für den üblichen Haushalt reichen meiner Ansicht nach die Schleifsteine mit Körnungen bis maximal 1000. Mit diesen können Sie Scharten im Messer ausbessern und einen passablen Normalschliff herbei führen. Für Profis zahlt sich auch die Anschaffung von noch feineren Körnungen an. Aber Achtung: Ohne Übung und korrekter Herangehensweise wird es schwierig. Sehen Sie sich dazu auch diesen Beitrag über das Damastmesser schleifen an.

Tipp: Mit einem großen und breiten Schleifstein fällt Ihnen das Schleifen sicherlich leichter,  da Sie das Damastmesser mit weniger Zügen schleifen können und die Einhaltung des richtigen Winkels beim Schärfen erleichtert wird.

Umrechnungstabelle zur Schleifstein Körnung

Mit der nachfolgenden Tabelle können Sie die Körnung der europäischen FEPA Norm nach japanischer JIS- Norm umrechnen (und umgekehrt):

FEPA F NormMicron
[µm]
=Micron
[µm]
JIS R6001
------80J 240
F 18068<=>68J 280
F 22058<=>57J 320
F 23053 ± 3<=>52J 340
------48J 360
F 24044.5 ± 2<=>44J 380
------40J 400
F 28036.5 ± 1.5------
------34J 500
F 32029.2 ± 1.5<=>29J 600
F 36022.8 ± 1.5<=>24J 700
------20J 800
F 40017.3 ± 1<=>16J 1000
F 50012.8 ± 1<=>13J 1200
F 6009.3 ± 1<=>10J 1500
------8J 2000
F 8006.5 ± 1------
F 1.0004.5 ± 0.8<=>5J 3000
F 1.2003.0 ± 0.5<=>3J 4000
F 1.5002.0 ± 0.4<=>2J 6000
F 2.0001.2 ± 0.3<=>1,2J 8000

Von welchen Faktoren hängt die Schärfe ab?

Natürlich wird die Klinge umso schärfer, je besser Sie das Schleifen beherrschen und je richtiger Sie die korrekte Schleifstein Körnung wählen. Grundsätzlich habe ich hier entscheidende Faktoren für Sie aufgelistet:

  • Stahlgüte sowie Härte und Struktur
  • Erhalt der Klingengeometrie, je nach Messerart (Santoku, Fleischmesser, Filetiermesser, etc.) und Schliffart (einseitig oder beidseitig)
  • Korrekter Schleifwinkel bzw. Abziehwinkel
  • Richtiger Schleifstein bzw. passende Körnung
  • Übung und das Wissen, wie man schleift

Tipp: Sie erhalten jedenfalls ein schlechtes Ergebnis, wenn Sie die falsche Schleifstein Körnung gewählt haben und auch, wenn Sie das falsche Material wählen. Damastmesser sollten immer mit japanischen Wassersteinen und das im nassen Zustand geschliffen werden. Wetzstahl ist meines Erachtens KEIN geeignetes Mittel, um Damastmesser zu schleifen!

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