Santokumesser oder Kochmesser?

Dieser Beitrag handelt davon, ob ein Santokumesser oder Kochmesser geeigneter ist, um alltägliche Arbeiten in der Küche zu erledigen. Wie immer im Leben kommt es darauf an, was man mit dem jeweiligen Messer überwiegend machen möchte. Sie sollten aber im Vorhinein überlegen, ob Sie ein Santokumesser oder Kochmesser benötigen – denn einige Unterschiede gibt es schon. Jede Messer haben Ihre Stärken und Schwächen.

Ganz allgemein könnte man jedoch sagen, dass in einer Küche, in der mehr Gemüse zubereitet wird (wie es in Japan traditionell oft der Fall ist) das Sontokumesser besser aufgehoben ist, während in fleischlastigen Küchen ein handelsübliches und bei uns verbreitetes Kochmesser gewisse Vorteile hat.

Santokumesser vs Kochmesser

Santoku klingt nicht nur japanisch, sondern ist es auch. Es ist das fernöstliche Gegenstück zu den bei uns traditionellen Kochmessern und weist eine gänzlich andere Form als diese auf. Während unsere Küchenmesser eher schmal und spitz zu laufend konzipiert sind, hat das Santokumesser eine speziellere Form, etwas breiter im Klingenbereich und vorne auf einen etwa 60 gradigen Winkel zulaufend. Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Santokumesser oder KochmesserEin Vorteil des Santokus ist, dass geschnittenes (Gemüse) gleich mit dem eher breiteren Klingenteil angehoben und in den Topf gehievt werden kann. Ein Nachteil wiederum ist, dass das Santoku ob dieser größeren Breite mehr Reibungswiderstände aufbaut, was beim Schneiden von Gemüse zwar nicht ins Gewicht fällt, bei Fleich und Fisch aber schon. Das Ausmaß dieses Nachteils ist aus meiner Sicht aber verschwindend gering, erwähnt sollte er aber trotzdem werden.

Apropos Gemüse, Fleisch und Fisch: Santoku heißt übersetzt soviel wie “Messer der drei Tugenden” – und diese drei sind eben Gemüse, Fleisch und Fisch, die in der traditionellen japanischen Küche (aber immer öfter auch bei uns) überwiegend zubereitet werden.

Eigenschaften – Vorteile & Schwächen

Ein Santoku ist etwas leichter, kürzer (Klingenlänge üblicher Weise rund 17 cm) und der Schwerpunkt liegt eher beim Kopf als in der Mitte. Bei uns übliche Koch- und Küchenmesser sind eher mehr ausbalanciert und die Klingenlänge liegt im Normalfall bei rund 20 cm.

Das Santokumesser zeichnet sich gegenüber den bei uns üblichen Kochmessern auch oft dadurch aus, dass spezieller Stahl (Damaszener Stahl) verwendet wird. Dieser Stahl wird mehrlagig verarbeitet und weist ganz besondere Härteeigenschaften auf.

Ein kurzer Satz zum Schleifen von Santokumessern: Verwenden Sie keinen Wetzstahl zum Schleifen dieser Messer und auch keine schnell rotierenden Schleifmaschinen. Am besten geeignet sind Wassersteine. Einen ausführlichen Artikel dazu habe ich hier veröffentlicht: Den richtigen Schleifstein für Damastmesser finden

Hier noch einmal übersichtlich zusammen gefasst, welche Eigenschaften Santokumesser bzw. Kochmesser aufweisen:

Kochmesser

  • Meistens im U-Schliff produziert
  • Schlanke Klinge – weniger Reibung
  • Spitz zulaufend –  besser geeignet um beispielsweise Zwiebeln zu schneiden
  • Meistens preiswert zu haben
  • Bei Monostahl-Ausführung stumpft es im Vergleich zu Damaststahlmessern schneller ab.
  • Es ist möglich, ein Kochmesser mit Wetzstahl zu schleifen.

Santokumesser

  • Meistens im V-Schliff produziert
  • Die breitere Klinge kann als Palette genutzt werden
  • Sehr gut selbst schleifbar (mit Wassersteinen!)
  • Mit Damaststahl verarbeitet langlebiger und länger scharf
  • Breite Klinge verursacht mehr Reibung
  • Oft nicht so preiswert wie Kochmesser

Fazit zu Santokumesser oder Kochmesser

Ob es nun ein Santokumesser oder Kochmesser sein soll: Beide haben Ihre Stärken und Schwächen. Ich persönlich bevorzuge Santokumesser. Das liegt daran, dass sie aus meiner Sicht besser in der Hand liegen, mir optisch besser gefallen und oft sehr gut verarbeitet sind. Wenn Sie sich für Santokumesser interessieren, kann ich Ihnen noch diesen Beitrag an Herz legen: Was ist ein Santokumesser?

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.